Woran erkenne ich Essstörungen?
Wenn …
- sich die Gedanken nur noch um Essen, Kalorien und Gewicht drehen,
- die „Traumfigur“ zum einzigen Lebensziel wird,
- die Zahl auf der Waage alle Gefühle dominiert,
- Hunger und Sättigung nicht mehr wahrgenommen werden,
- das Essen mit Angst und Schuldgefühlen verbunden ist
- und man sich fürchtet, in Gesellschaft zu essen,
dann ist es Zeit, sich professionelle Hilfe zu holen!
Verständnis und „Hilfe zur Selbsthilfe“ sind gefragt
Essstörungen sind kein Ernährungsproblem, sondern eine ernstzunehmende psychische Erkrankung. Daher bringt es nichts, den Betroffenen zu raten, sich „zusammen zu reißen“, „nicht mehr zu spinnen“ und „endlich normal zu essen“.
Es geht darum, dass sie ihre Stärken und Fähigkeiten wieder entdecken lernen, um so die Selbstakzeptanz und das Selbstvertrauen zurück zu gewinnen.
Angehörige, Partner und Freunde können unterstützen und begleiten, indem sie den Betroffenen mit Verständnis begegnen und sie ermutigen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Das Aufsuchen einer Beratungsstelle oder der Austausch mit Gleichgesinnten in einer Selbsthilfegruppe kann sowohl für Betroffene als auch für Angehörige sehr hilfreich und entlastend sein.
|