Institut für Menschen mit Esstörungen
Beratungs- und Informationszentrum für Essstörungen
 

 

Psychotherapeutische Methoden

Das Team der PsychotheurapeutInnen von sowhat arbeitet nach verschiedenen gesetzlich anerkannten sowie angrenzenden und verwandten Methoden:

Personen- und Klientenzentrierte Psychotherapie
In der "Gesprächstherapie" hat die Klientin/der Klient Zeit und Raum, um sich ihrer/seiner eigenen Gefühle, Sichtweisen, Vorstellungen, Potenziale und Handlungsmechanismen bewusst zu werden. Die wertschätzende, einfühlende und kongruente Haltung der Therapeutin/des Therapeuten ermöglicht den KlientInnen einen tieferen Zugang zu ihrer eigenen Persönlichkeit und zur Lösung ihrer Probleme.

Systemische Familientherapie
Das familiäre Beziehungsfeld steht im Fokus der systemischen Psychotherapie. Eine Veränderung der Sichtweisen und Interaktionsmuster eines Familienmitglieds hat Einfluss auf das gesamte System. Dieses Einbeziehen anderer ermöglicht eine Erweiterung des Problem- und Lösungssystems. Der familiäre Kontext trägt häufig zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Essstörungen bei. In Einzelfällen ist es sinnvoll, die Familie in die Therapie mit einzubeziehen.

Integrative Gestalttherapie
Im Vordergrund der Gestalttherapie stehen das "Hier und Jetzt" und der Begriff des "Kontakts". Durch die erlebnisorientierte Methode wird die Begegnungsfähigkeit des Menschen mit sich und mit anderen gefördert. Zentral sind die Erlebnisaktivierung, unmittelbares Erleben von Gefühlen und Erfahrungen. Aufbauend auf den drei Grundprinzipien "Erleben", "Wahrnehmen" und "Selbst-Unterstützen" finden die KlientInnen in der Gestalttherapie aus ihren Abhängigkeiten zu selbstverantwortlichem Handeln.

Logotherapie und Existenzanalyse
Logotherapie ist eine sinnorientierte Beratungs- und Behandlungsmethode. Sie geht davon aus, dass sich der Mensch durch seine eigenen Entscheidungen, Gedanken und Taten definiert. Die zentrale Frage nach dem Sinn gehört zum Wesen des Menschen und steht im Mittelpunkt der Therapie. Das Ziel der Existenzanalyse ist die Förderung persönlicher Fähigkeiten, die Selbstannahme der eigenen Gefühle und die Veränderung hinderlicher Einstellungen und Verhaltensweisen.

Dynamische Gruppenpsychotherapie
Ziel der dynamischen Gruppenpsychotherapie ist die Bearbeitung, Verbesserung und Behebung der Störungen des Person-Umweltbezuges über Auflösung der aus der Zugehörigkeit zu Primär- und Sekundärgruppen stammenden Beziehungs- und Kommunikationsstörungen mit psychischem, leiblichem und sozialem Austragungsmodus. Die psychoanalytischen Konzepte von Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand, objektbeziehungstheoretische, gruppenanalytische, gruppentherapeutische sowie kommunikationstheoretische und gruppendynamische Vorstellungen zum Verständnis von Erleben, Handeln und Verhalten der Person in ihren Beziehungs- und Gruppenverhältnissen dienen zum Erreichen der auf das jeweilige Setting bezogenen therapeutischen Ziele.
Quelle: http://www.oebvp.at

Analytisch orientierte Gruppentherapie
Ziel ist das Wiederherstellen der ursprünglichen, traumatisierenden Situation oder der Atmosphäre einer Lebensphase. So werden die Probleme im Hier und Jetzt der Gruppe einer direkten Bearbeitung zugänglich. Der einzelnen TeilnehmerInnen bringen ihre Beziehungsmuster in der Gruppe zur Darstellung und reinszenieren ihre Konflikte. Die Gruppenleiterin/der Gruppenleiter bemüht sich, auf die Äußerungen der Gruppenmitglieder ohne Werturteile oder Affekte zu reagieren, um möglichst wenig als reale Person, sondern als Übertragungsfigur wahrgenommen zu werden. Ihre/Seine wichtigste Aufgabe ist die Arbeit an der Übertragung und am Widerstand.

Körpertherapie
In der Körpertherapie steht die unmittelbare Erfahrung der eigenen Körperlichkeit im Vordergrund. Diese kann durch Wahrnehmungs- und Körperübungen erlebt werden. Ziel der Körpertherapie ist es, die natürliche Lebensenergie im Menschen wiederzufinden und seinen Selbstregulationsprozess zu fördern.
Durch die Einbeziehung der physischen Ebene wird der Klientin/dem Klienten ermöglicht, wieder einen positiven Zugang zum eigenen Körper zu finden.

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